wie viele kieferorthopaeden gibt es in deutschland

Wie viele Kieferorthopäden gibt es in Deutschland?

Die Kieferorthopädie ist ein Spezialgebiet der Zahnmedizin. Der Schwerpunkt liegt auf der Korrektur von Zahn- und Kieferfehlstellungen. Mittels Klammern, Zahnspangen und anderen Hilfsmitteln werden diese Probleme behandelt. Die Fachärzte behandeln aber nicht nur bereits bestehende Kiefer- bzw. Zahnfehlstellungen, sondern können diesen auch vorbeugen. Je jünger der Patient ist, desto einfacher und schneller ist die Behandlung.

In Deutschland unterliegt die Leistungspflicht der gesetzlichen Krankenkassen die kieferorthopädische Behandlung nur für Patienten bis zum 18. Lebensjahr. Es muss jedoch eine erhebliche Fehlstellung des Gebisses bzw. Kiefers vorliegen. Im Jahr 2022 wurden die Zahnstellungen in fünf Schweregrade eingeteilt, die sogenannten Kieferorthopädischen Indikationsgruppen, kurz KIG. Die Versicherungen zahlen lediglich bei KIG 3 bis KIG 5. Nach Vollendung der Volljährigkeit übernehmen die Kassen die Behandlungskosten nur bei sehr schweren kieferorthopädischen bzw. kieferchirurgischen Anomalien.

Fachzahnärzte in der BRD

Die Anzahl der Zahnärzte und -ärztinnen für Oralchirurgie und Kieferorthopädie in Deutschland belief sich im Jahr 2021 auf insgesamt 5091 praktizierende Fachleute. Aufgeschlüsselt nach Region:

  • Baden-Württemberg: 727
  • Berlin: 263
  • Bayern: 901
  • Brandenburg: 110
  • Bremen: 32
  • Hamburg: 160
  • Hessen: 456
  • Meck.Pom.: 87
  • Nordrhein-Westfalen: 1105
  • Niedersachsen 351
  • Westfalen Lippe: 479
  • Nordrhein: 626
  • Saarland: 36
  • Rheinland-Pfalz: 192
  • Sachsen-Anhalt: 96
  • Sachsen: 244
  • Thüringen: 121
  • Schleswig-Holstein: 210

Zum Vergleich: Im Jahr 2020 waren es 5,067 Kieferorthopäden und Oralchirurgen, 2019 lediglich 4994. In dicht besiedelten Bundesländern ist die Zahl der praktizierenden Fachärzte ungemein höher. So befinden sich in Hamburg mit 160 und Berlin mit 263 Kieferchirurgen flächenmäßig betrachtet die meisten Kieferchirurgen.

Die Statistik wird jährlich zum Ende des Jahres auf Grundlage der Heilberufs- bzw. Kammergesetze und Kammersatzung durch die jeweiligen Zahnärztekammern von ihren Mitgliedern erfasst und am Ende des Jahres an die Bundeszahnärztekammer übermittelt.

Wie wird die Kostenübernahme geregelt?

Bevor die Kosten für unter 18-Jährige von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen werden, muss vor Beginn der Maßnahme ein kieferorthopädischer Behandlungsplan vom Facharzt vorliegen und von der Kasse genehmigt worden sein. Mögliche Fehlstellungen sind zum Beispiel: Platzmangel, Engstand, Kiefervorverlagerung oder eine Störung, welche den Durchbruch der bleibenden Zähne stark beeinträchtigt.

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen nur 80 % der Gesamtbehandlungskosten. Der Rest muss aus eigener Tasche bezahlt werden und wird den Erziehungsberechtigten in Rechnung gestellt. Nach erfolgreicher Behandlung wird das Geld nach Vorlage einer Abschlussbescheinigung durch den Kieferorthopäden jedoch zurückerstattet.

Der Abschluss einer privaten Krankenversicherung für minderjährige Patienten ist nicht zwingend notwendig. Jedoch ist es wichtig zu wissen, dass die gesetzlichen Krankenkassen kosmetische Leistungen oder Maßnahmen mit einem höheren Komfort finanziell nicht übernehmen. Diese Beiträge werden auch nach Vollendung der Behandlung nicht zurückerstattet.

Ausbildung zum Kieferorthopäden

In der Bundesrepublik Deutschland gibt es die Bezeichnung “Kieferorthopäde” und “Fachzahnarzt für Kieferorthopädie”. Beide Berufe beschreiben dieselbe Spezialisierung und sind gleichberechtigt. Nach dem Studium der Zahnmedizin wird in den meisten Bundesländern ein praktizierendes Jahr als Zahnarzt vorausgesetzt, ehe die 3-jährige Zusatzausbildung in einer kieferorthopädischen Abteilung einer Universitätsklinik beginnt.

Allerdings darf jeder Zahnarzt kieferorthopädische Leistungen anbieten, ohne einen Nachweis über eine spezielle Qualifikation erbringen zu müssen. Ein wenig praktische Erfahrung und Wochenendkurse reichen in der Regel aus. Die fachliche Eignung des jeweiligen Zahnarztes wird nicht überprüft und unterliegt dessen Selbsteinschätzung.

Dr. med. dent. Barbara Scheiner

Dr. med. dent. Barbara Scheiner, Fachzahnärztin für Kieferorthopädie (CH) hat ihre Promotion im Jahr 2013 erfolgreich in Zürich absolviert. Sie hat sich damit ihren langjährigen Traum erfüllt. Durch die universitäre Fachzahnarztausbildung ebenfalls in Zürich spezialisierte sie sich als Kieferorthopädin und ist seit  2017 nach erfolgreich bestandener Prüfung als “Fachzahnärztin für Kieferorthopädie Schweiz” zertifiziert. 

Seit dem Jahr 2018 ist sie Inhaberin der Praxis We Love Smiles Kieferorthopädie Zürich AG. Ihr Wissen wendet sie in ihrer Schweizer Praxis erfolgreich und mit großer Hingabe an. Ihr Fachgebiet sind Zahnstellungskorrekturen bei  Kindern und Erwachsenen. 

Kundenzufriedenheit und Professionalität stehen dabei immer an erster Stelle. Sie geht dabei äußerst behutsam und schonend vor, sodass sich auch die kleinsten Patienten wohl bei ihr fühlen.