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Bringt eine Zahnspange bei Erwachsenen noch etwas?

Zahnspangen werden überwiegend genutzt, um Fehlstellungen bei Kindern und Jugendlichen zu korrigieren. In dieser Phase ist es noch relativ einfach, das Wachstum des Kiefers zu beeinflussen und gesundheitliche Beeinträchtigungen wie etwa Über- oder auch Kreuzbiss zu beheben.
Viele Erwachsene entscheiden sich aber vermehrt dafür, ihr Gebiss aus gesundheitlichen oder ästhetischen Gründen richten zu lassen. Eines vorweg: Eine Zahnkorrektur kann in jedem Alter vorgenommen werden. Bei der Behebung von Kieferfehlstellungen ist nach Abschluss des körperlichen Wachstums allerdings ein operativer Eingriff notwendig.

Gründe für eine Zahnkorrektur

Schöne Zähne tragen zu einem positiven und gepflegten Erscheinungsbild bei. Trotz der täglichen Mundhygiene ist ein schönes Lächeln aber nicht immer möglich. Ein schiefes Gebiss oder andere Fehlstellungen führen häufig dazu, dass viele Erwachsene ihr Lächeln verstecken oder gar gehemmt sind, den Mund zu öffnen. Kieferorthopäden verzeichnen schon seit einigen Jahren vermehrt einen Zulauf erwachsener Patienten, welche mit dem Wunsch nach Zahnfehlstellung-Korrektur zu ihnen kommen.

Mögliche Behandlungsgründe können zB. sein:

  • in der Kindheit nicht korrigierte Fehlstellungen
  • Zähneknirschen
  • frühzeitiger Zahnverlust
  • Durchbruch der Weisheitszähne

Feste Zahnspange vs. Zahnschiene

Erwachsenen Patienten stehen verschiedene Methoden zur Verfügung, um Zahnfehlstellungen zu beheben. Beliebt ist vor allem die Lingualtechnik. Die Brackets der festen Zahnspange werden dabei auf der Zahninnenseite, abgewandt zur Mundöffnung, befestigt. Der Vorteil: Für Außenstehende ist die Spange kaum sichtbar, niemand aus dem sozialen Umfeld bekommt etwas von der Zahnkorrektur mit. Das kommt vor allem Menschen entgegen, welche im beruflichen Umfeld viel im Kundenkontakt stehen.

Im Gegensatz zur herkömmlichen festen Zahnspange hat die lingual angebrachte Spange jedoch auch Nachteile: Der Behandlungszeitraum ist länger, aufwendiger und kostenintensiver. Bedingt durch die Position halten Irritationen im Mund und Sprachprobleme wesentlich länger an, als es bei “normalen” Zahnspangen der Fall ist Leichte bis mittelschwere Korrekturen an den Zähnen lassen sich damit vornehmen.

Wesentlich jünger ist die Behandlung mit der Invisalign-Technik. Die herausnehmbaren, durchsichtigen Zahnschienen werden über mehrere Stunden hinweg täglich getragen und lediglich zur Nahrungsaufnahme aus dem Mund genommen. In regelmäßigen Abständen, meist alle 14 Tage, wird die Zahnschiene gewechselt. Das aufwendige Wechseln von Drähten entfällt. Eine kontinuierliche Überwachung der Behandlungsfortschritte in der kieferorthopädischen Praxis ist ebenfalls ratsam bzw. notwendig.

Natürlich steht Erwachsenen auch die Möglichkeit offen, auf eine normale, feste Zahnspange zurückzugreifen. Viele entscheiden sich aber aus ästhetischen Gründen bewusst dagegen und wählen eine der oben genannten Techniken zur Korrektur ihrer Zahnfehlstellung. Lose Zahnspangen werden nur selten genutzt und sind nur wirksam bei leichten Gebisskorrektur.

Was muss beachtet werden?

Mit zunehmendem Alter treten häufig Zahnerkrankungen, wie etwa Karies, Zahnfleischentzündungen oder Parodontitis auf. Vor dem Beginn der kieferorthopädischen Maßnahme ist es sinnvoll, diese Erkrankungen zu behandeln, um Folgeschäden zu vermeiden. Denn die Zahnspange, egal welcher Art, übt Druck auf die Zahnwurzel aus. Wenn diese bereits durch eine Krankheit in Mitleidenschaft gezogen wurde, kann es zu schweren Schäden am gesamten Zahnapparat kommen.

Wenn du planst, deine Zähne im Erwachsenenalter “richten” zu lassen, solltest du erst einmal einen unverbindlichen Termin beim Kieferorthopäden vereinbaren und deine Wünsche mit ihm durchsprechen. Etwaige Probleme werden besprochen und du erfährst im Detail, welche Behandlungsmethoden für dich individuell sinnvoll sind. Denn so verlockend lockere Zahnspangen beispielsweise sein mögen, die Technik erlaubt nicht jede Art von Zahnfehlstellungskorrektur.

Kosten und Dauer

Der finanzielle Aufwand für die Zahnkorrektur bei Erwachsenen ist höher als bei Kindern und Jugendlichen und kann sich auf mehrere tausend Schweizer Franken belaufen. Diese Kosten werden nicht von der Krankenkasse übernommen und müssen fast immer aus der eigenen Tasche bezahlt werden. Auch die Dauer der Behandlung ist teilweise länger als bei jüngeren Patienten. Der genaue Zeitraum variiert und ist abhängig von der Schwere der Zahnfehlstellung. Zwischen 1 und 3 Jahren kann sich die Tragezeit der Spange belaufen.

Einen ersten Erfolg sieht man allerdings oft schon bereits wenige Monaten nach Beginn der Therapie.

Dr. med. dent. Barbara Scheiner

Dr. med. dent. Barbara Scheiner, Fachzahnärztin für Kieferorthopädie (CH) hat ihre Promotion im Jahr 2013 erfolgreich in Zürich absolviert. Sie hat sich damit ihren langjährigen Traum erfüllt. Durch die universitäre Fachzahnarztausbildung ebenfalls in Zürich spezialisierte sie sich als Kieferorthopädin und ist seit  2017 nach erfolgreich bestandener Prüfung als “Fachzahnärztin für Kieferorthopädie Schweiz” zertifiziert. 

Seit dem Jahr 2018 ist sie Inhaberin der Praxis We Love Smiles Kieferorthopädie Zürich AG. Ihr Wissen wendet sie in ihrer Schweizer Praxis erfolgreich und mit großer Hingabe an. Ihr Fachgebiet sind Zahnstellungskorrekturen bei  Kindern und Erwachsenen. 

Kundenzufriedenheit und Professionalität stehen dabei immer an erster Stelle. Sie geht dabei äußerst behutsam und schonend vor, sodass sich auch die kleinsten Patienten wohl bei ihr fühlen.