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Zähne-Beißen in der Nacht – Was hilft?

Meistens bleibt das nächtliche Zähneknirschen unbemerkt. Dabei gibt es viele Menschen, die Nachts die Zähne aufeinander beißen. Beim nächtlichen Zähneknirschen wird in etwa zehnmal so viel Druck auf die Zähne ausgeübt wie für gewöhnlich beim Beißen.

In seltenen Fällen entspricht der Druck dann in etwa 500 Kilogramm pro Quadratzentimeter. Durch die ungewöhnliche Belastung kann es zum Abrieb des Zahnschmelzes kommen. Dies wiederum legt die Nervenbahnen frei und die Zähne werden deutlich schmerzempfindlicher bis hin zu porös. Wenn ein Mensch über einen langen Zeitraum knirscht, kann es sogar zum Zahnausfall kommen.

Fast 20 Prozent der Menschen Beißen nachts ihre Zähne zusammen. Ärzte sprechen von Bruxismus. Frauen leiden in der Regel häufiger an Bruxismus als Männer. Was aber kann man gegen nächtliches Zähne Beißen tun und wo liegt die Ursache? Wird Bruxismus früh erkannt, liegen die Erfolgsaussichten auf Genesung sehr hoch.

Symptome und Ursachen von Bruxismus

Meist lässt es sich nur schwer erkennen, ob ein Mensch an nächtlichem Zähneknirschen leidet. Häufig wacht der Patient in der Nacht auf. Ein Besuch beim Zahnarzt kann helfen um zu erkennen, ob ein Mensch an Bruxismus leidet. Der Zahnarzt untersucht die Zähne und kann dabei feststellen, ob und welche Zähne betroffen sind, aber auch wie stark das nächtliche Knirschen tatsächlich ist. Häufig leidet ein betroffener Mensch an Erschöpftheit am Morgen. Der Kiefer fühlt sich dann meist steif und schmerzhaft an. Eine nächtliche Überbeanspruchung ist dabei keine Seltenheit.

Die häufigste Ursache bei Menschen die an nächtlichem Zähneknirschen leiden ist Stress. Sozialer Stress und seelische Belastung sind meist eine der Hauptgründe für nächtliches Beißen. Unstimmigkeiten in der Familie oder am Arbeitsplatz können ebenfalls dazu beitragen. Wenn ein Mensch nachts die Zähne aufeinander beißt ist dies oft eine Reaktion auf eine persönliche Überanstrengung oder Überforderung.

Die Symptome können durch Genussartikel wie Nikotin, Alkohol und Koffein positiv beeinflusst werden. Beim nächtlichen Zähne beißen bewegt der Patient die Zähne in mahlenden Bewegungen aufeinander und presst die Zähne zudem fest gegeneinander. Oft geschieht dies auch am Tag. Der Patient presst die Zähne stark aufeinander. Auch eine falsch sitzende Krone kann nächtliches Zähne knirschen auslösen.

Es ist jedoch wichtig, dass solche Symptome mit einem Arzt abgeklärt werden. In seltenen Fällen kann hinter dem Knirschen auch eine ernsthafte Krankheit stecken. Krankheiten wie Schlafapnoe oder eine Hirnblutung sind dabei typisch, denn sie bringen Symptome wie Zähne beißen mit sich.

Eine Folge des Knirschens sind oft Verspannungen. Die meisten betroffenen Menschen leiden dabei an muskulären Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich aber auch im Kiefer. Kopfschmerzen sind ebenfalls symptomatisch typisch.

Wie kann Besserung erreicht werden?

Entspannung sollte das oberste Ziel bei Betroffenen sein. Damit kann man der Symptomatik in den meisten Fällen positiv entgegenwirken. Regelmäßige Entspannungsübungen können dabei helfen Ruhe zu finden. Die Entspannung kann dazu beitragen, dass nächtliches Knirschen weniger wird oder gar komplett verschwindet. Ein warmes Bad kann ebenfalls Wunder bewirken. Grundsätzlich gilt: Alles was die Muskulatur und den Menschen an sich entspannt ist erlaubt und sollte in regelmäßigen Abständen wiederholt werden.

Löst dies die Symptome nicht, muss ein Arzt hinzugezogen werden. Der Arzt kann bei der Auswahl der richtigen Therapie helfen, nachdem er eine erfolgreiche Diagnose gestellt hat. Das Ziel sollte eine langfristige Besserung oder sogar eine vollständige Behebung der Symptome sein.

Hat der Patient eine Zahnfüllung, kann es ebenfalls helfen diese zu erneuern oder nachprüfen zu lassen. Entspannungsübungen sollten trotzdem immer die oberste Priorität sein. Übungen zur Achtsamkeit können nachweislich zum Erfolg beitragen. Der Patient sollte tägliche Lockerungsübungen anwenden. Damit kann Stress langfristig abgebaut werden und das nächtliche Beißen kann sogar vollkommen verschwinden.

Manche Patienten verspüren Erleichterung durch eine Aufbiss-Schiene. Diese Schiene wird vor allem Nachts getragen und soll das Aneinanderreiben der Zähne verhindern. Dies wird das Problem auf lange Sicht jedoch nicht beheben. Die Schiene trägt allerdings zum Schutz der Zähne bei. Menschen, die wissentlich nachts knirschen kommen, um einen regelmäßigen Kontrollbesuch beim Zahnarzt nicht herum. Dieser kann Probleme am Zahn frühzeitig erkennen und dann noch rechtzeitig handeln.

Wie kann eine Massage helfen?

Eine Massage trägt erheblich zum Wohlbefinden, aber auch zum Stressabbau eines Menschen bei, sagt der Massage-Experte Nico Klauck von Origin Massage. Die Massage lockert die Muskulatur und entspannt das Gemüt. Massagen sind zudem bekannt dafür Stresssymptome zu lindern oder gar vollständig zu bekämpfen. Eine Massage kann deshalb bei manchen Menschen die Lösung zur Bekämpfung von nächtlichem Beißen sein.

Bei einer gezielten Massage wird die Kiefermuskulatur entspannt und dem Patienten wird es sichtlich besser gehen. Die Kiefermuskulatur wird gelockert und dem Betroffenen geht es deutlich besser. Der Massage Therapeut wendet dazu eine gezielte Druckmassage an. Eine oft angewandte Technik ist Akupressur. Sie löst Verspannungen und ist vor allem bei Kieferproblemen sehr ratsam. Bei der Anwendung wird die Wange, aber auch die Mundhöhle des Patienten massiert. Die Anwendung an sich kann unangenehm sein. Die Erleichterung und die Lockerung der Kiefermuskulatur setzt aber bei den meisten Patienten direkt im Anschluss an die Behandlung ein. Die Schmerzen werden durch die Anwendung erheblich gelindert.

Der Massage-Therapeut lockert das verspannte Kiefergelenk und trägt damit zur Ursachenbekämpfung bei. Es ist allerdings nicht ausreichend nur den betroffenen Bereich zu behandeln. Der Massage Therapeut behandelt den Patienten deshalb ganzheitlich. Durch die ganzheitliche Behandlung entspannt sich der Betroffene und Stresssymptome werden abgebaut. Es ist ratsam die Anwendung regelmäßig zu wiederholen. Nur eine regelmäßige Anwendung wird auf lange Sicht Erfolg bringen. Zähneknirschen ist ein klassisches Stresssymptom und kann durch Massage gut bekämpft werden.

Physiotherapie mit passenden Übungen kann zusätzlich Erfolg bringen. Durch die Übungen wird die Kiefermuskulatur besser durchblutet und zusätzlich trainiert. Die Bewegung wird dadurch besser koordiniert. Ein ausgebildeter Physiotherapeut wird dem Patienten zudem auch Lockerungsübungen für zu Hause mitgeben.