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Zähne bleichen während der Schwangerschaft: Ist das sicher?

Viele werdende Mütter fragen sich, ob sie ihre Zähne während der Schwangerschaft bleichen lassen können. Die kurze Antwort lautet: Zahnbleaching wird während der Schwangerschaft in der Regel nicht empfohlen. Obwohl bisher keine eindeutigen wissenschaftlichen Belege für eine direkte Gefährdung vorliegen, raten Zahnärztinnen und Zahnärzte meist dazu, ästhetische Behandlungen wie Bleaching auf die Zeit nach der Geburt zu verschieben.
In diesem Artikel erfahren Sie, warum Zahnbleaching während der Schwangerschaft meist nicht empfohlen wird, welche Risiken diskutiert werden und welche schonenden Alternativen es gibt, um Ihre Zähne während dieser besonderen Zeit gesund und gepflegt zu halten.

Kann man während der Schwangerschaft die Zähne bleichen?

Grundsätzlich ist Zahnbleaching ein kosmetischer Eingriff. Dabei werden spezielle Wirkstoffe – meist Wasserstoffperoxid oder Carbamidperoxid – eingesetzt, um Verfärbungen im Zahnschmelz aufzuhellen.

Während der Schwangerschaft wird eine solche Behandlung jedoch meist nicht durchgeführt. Der Grund ist nicht unbedingt ein nachgewiesenes Risiko, sondern vielmehr das Fehlen ausreichender Studien zur Sicherheit während der Schwangerschaft. In der Medizin gilt in solchen Fällen häufig das Vorsorgeprinzip: Wenn ein Eingriff nicht notwendig ist, wird empfohlen, ihn aufzuschieben.

Aus diesem Grund raten viele Zahnärztinnen und Zahnärzte dazu, Bleaching-Behandlungen erst nach der Schwangerschaft und Stillzeit durchführen zu lassen.

Was ist mit Bleaching-Produkten für zu Hause?

Auch bei sogenannten Home-Bleaching-Produkten – etwa Whitening-Strips, Bleaching-Gels oder Whitening-Kits – gilt während der Schwangerschaft Zurückhaltung.

Diese Produkte enthalten meist ebenfalls Peroxidverbindungen, die die Zahnoberfläche aufhellen. Zwar werden sie lokal angewendet, dennoch kann ein kleiner Teil der Substanzen über das Zahnfleisch aufgenommen werden. Da es hierzu nur begrenzte wissenschaftliche Daten gibt, empfehlen Fachpersonen häufig, auch selbst angewendete Bleaching-Produkte während der Schwangerschaft zu vermeiden.

Hinzu kommt, dass das Zahnfleisch während der Schwangerschaft oft empfindlicher ist. Bleaching-Produkte können in dieser Zeit leichter Reizungen oder Beschwerden verursachen.

Warum wird Bleaching in dieser Phase nicht empfohlen?

Während der Schwangerschaft verändert sich der Körper auf vielfältige Weise – auch im Mundraum. Hormonelle Schwankungen können dazu führen, dass das Zahnfleisch stärker durchblutet und empfindlicher wird. Viele Frauen erleben in dieser Zeit eine sogenannte Schwangerschaftsgingivitis, also eine erhöhte Neigung zu Zahnfleischentzündungen.

Bleaching-Behandlungen können Zahnfleisch und Zahnschmelz vorübergehend reizen. Deshalb entscheiden sich Zahnärztinnen und Zahnärzte oft dafür, den Fokus während der Schwangerschaft auf Zahngesundheit statt auf kosmetische Behandlungen zu legen.

Ein weiterer Grund ist die generelle medizinische Vorsicht: Wenn eine Behandlung nicht dringend erforderlich ist, wird sie häufig auf einen späteren Zeitpunkt verschoben, um mögliche Risiken vollständig auszuschliessen.

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Mögliche Risiken von Zahnbleaching während der Schwangerschaft

Auch wenn klare wissenschaftliche Belege begrenzt sind, werden einige mögliche Risiken diskutiert. Dazu gehören unter anderem:

  • Zahnfleischreizungen: Bleaching-Wirkstoffe können das Zahnfleisch reizen. Während der Schwangerschaft ist das Zahnfleisch häufig empfindlicher, wodurch solche Reaktionen stärker auftreten können.
  • Zahnsensibilität: Viele Menschen erleben nach einer Bleaching-Behandlung vorübergehend empfindliche Zähne. Da Zahnschmelz und Zahnfleisch während der Schwangerschaft sensibler sein können, könnte dieses Gefühl verstärkt auftreten.
  • Unklare Datenlage zu Wirkstoffen: Die im Bleaching verwendeten Substanzen gelten bei richtiger Anwendung grundsätzlich als sicher. Dennoch gibt es nur begrenzte Studien zur Anwendung während der Schwangerschaft. Deshalb empfehlen viele Fachpersonen Vorsicht.
  • Empfindliches Zahnfleisch durch hormonelle Veränderungen: Schwangerschaftshormone können zu verstärkter Durchblutung und Schwellung des Zahnfleischs führen. Chemische Aufhellungsprodukte könnten diese Reaktionen verstärken.

Schwangerschaftsfreundliche Alternativen

Auch ohne Bleaching gibt es Möglichkeiten, Ihre Zähne während der Schwangerschaft frisch und gepflegt aussehen zu lassen:

  • Professionelle Zahnreinigung (PZR): Eine professionelle Reinigung entfernt Beläge und oberflächliche Verfärbungen durch Kaffee, Tee oder Lebensmittel. Dadurch wirken die Zähne oft bereits heller.
  • Gründliche Mundhygiene: Regelmässiges Zähneputzen mit fluoridhaltiger Zahnpasta sowie die Verwendung von Zahnseide oder Interdentalbürsten hilft, Verfärbungen vorzubeugen.
  • Ernährungsbewusstsein: Getränke wie Kaffee, schwarzer Tee oder Rotwein können zu Verfärbungen beitragen. Ein bewusster Umgang damit kann helfen, die natürliche Zahnfarbe zu erhalten.
  • Zahnpasten mit sanftem Whitening-Effekt: Einige Zahnpasten enthalten feine Putzkörper, die oberflächliche Verfärbungen entfernen können. Wichtig ist jedoch, Produkte mit moderater Abrasivität zu wählen.

(Sichere) Mundpflege während der Schwangerschaft

Die Schwangerschaft ist ein guter Zeitpunkt, besonders auf die Zahngesundheit zu achten. Hormonelle Veränderungen können das Risiko für Zahnfleischentzündungen erhöhen, weshalb eine sorgfältige Mundpflege besonders wichtig ist.

Einige hilfreiche Tipps:

  • Zweimal täglich gründlich Zähne putzen: Verwenden Sie eine fluoridhaltige Zahnpasta und eine weiche Zahnbürste.
  • Zahnzwischenräume reinigen: Zahnseide oder Interdentalbürsten helfen, Beläge zwischen den Zähnen zu entfernen.
  • Regelmässige Kontrollen beim Zahnarzt: Zahnärztliche Kontrollen während der Schwangerschaft sind sinnvoll, um Zahnfleischprobleme frühzeitig zu erkennen.
  • Nach Übelkeit den Mund ausspülen: Wenn Erbrechen auftritt, kann Magensäure den Zahnschmelz angreifen. Spülen Sie den Mund zunächst mit Wasser und warten Sie etwa 30 Minuten, bevor Sie die Zähne putzen.
  • Zuckerhaltige Snacks reduzieren: Häufiges Naschen kann das Risiko für Karies erhöhen.

Fazit

Zähne bleichen während der Schwangerschaft ist grundsätzlich nicht empfehlenswert, da es sich um eine rein kosmetische Behandlung handelt und die wissenschaftliche Datenlage zur Sicherheit begrenzt ist. Viele Zahnärztinnen und Zahnärzte raten deshalb dazu, Bleaching auf die Zeit nach der Schwangerschaft zu verschieben.

Die gute Nachricht ist: Mit sorgfältiger Mundhygiene, professioneller Zahnreinigung und bewusster Ernährung können Sie auch während der Schwangerschaft viel für ein gesundes und gepflegtes Lächeln tun. Nach der Geburt stehen Ihnen dann alle Möglichkeiten der modernen Zahnästhetik wieder offen.

FAQs

Warum kein Bleaching in der Schwangerschaft?

Bleaching wird während der Schwangerschaft meist nicht empfohlen, weil es sich um eine kosmetische Behandlung handelt und nur begrenzte wissenschaftliche Daten zur Sicherheit der verwendeten Wirkstoffe während dieser Zeit vorliegen.

Wie kann man die Zähne während der Schwangerschaft aufhellen?

Eine professionelle Zahnreinigung, sorgfältige Mundhygiene und der Verzicht auf stark färbende Lebensmittel oder Getränke können helfen, die natürliche Zahnfarbe zu erhalten und oberflächliche Verfärbungen zu reduzieren.

Was darf die Zahnärztin in der Schwangerschaft nicht machen?

Die meisten zahnärztlichen Behandlungen sind auch während der Schwangerschaft möglich und wichtig für die Mundgesundheit. Rein ästhetische Behandlungen wie Bleaching werden jedoch häufig verschoben. Auch bei bestimmten Röntgenaufnahmen oder Medikamenten wird besondere Vorsicht angewendet und individuell entschieden.

Dr. med. dent. Barbara Scheiner

Dr. med. dent. Barbara Scheiner, Fachzahnärztin für Kieferorthopädie (CH) hat ihre Promotion im Jahr 2013 erfolgreich in Zürich absolviert. Sie hat sich damit ihren langjährigen Traum erfüllt. Durch die universitäre Fachzahnarztausbildung ebenfalls in Zürich spezialisierte sie sich als Kieferorthopädin und ist seit  2017 nach erfolgreich bestandener Prüfung als “Fachzahnärztin für Kieferorthopädie Schweiz” zertifiziert. 

Seit dem Jahr 2018 ist sie Inhaberin der Praxis We Love Smiles Kieferorthopädie Zürich AG. Ihr Wissen wendet sie in ihrer Schweizer Praxis erfolgreich und mit großer Hingabe an. Ihr Fachgebiet sind Zahnstellungskorrekturen bei  Kindern und Erwachsenen. 

Kundenzufriedenheit und Professionalität stehen dabei immer an erster Stelle. Sie geht dabei äußerst behutsam und schonend vor, sodass sich auch die kleinsten Patienten wohl bei ihr fühlen.