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Lingualtechnik: Was ist das?

Die Lingualtechnik erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Besonders erwachsene Patienten wählen diese Art der kieferorthopädischen Behandlung, weil sie gegenüber herkömmlichen, festsitzenden Zahnspangen einen wesentlichen Vorteil bietet: Sie ist fast «unsichtbar». Die linguale Zahnspange ist eine diskrete Lösung für Menschen, die Wert auf Funktionalität und Ästhetik legen, ohne dass das berufliche oder private Umfeld etwas von der Behandlung mitbekommt. Eine Altersbegrenzung für diese Maßnahme gibt es nicht.

In unserer kieferorthopädischen Praxis im Herzen Zürichs bieten wir jugendlichen und erwachsenen Patienten unsichtbare Lösungen zur Korrektur und Therapie von Zahn- und Kieferfehlstellungen an. Auch eine Kombination von kieferchirurgischen und – orthopädischen Maßnahmen ist möglich. Ergänzt wird ein chirurgischer Eingriff dabei durch eine intensive Vor- und Nachbehandlung in unserer Praxis.

Was ist Lingualtechnik?

Der Begriff «lingua» stammt aus dem lateinischen und bedeutet soviel wie «der Zunge zugewandt». Das beschreibt den Vorgang der Lingualtechnik sehr treffend. Bei diesem kieferorthopädischen Behandlungsverfahren wird die feste Spange auf der Innenseite der Zähne angebracht. Sogenannte Brackets und ein Drahtbogen bilden die Apparatur. Je nach Fortschritt und Behandlungsphase werden die Bögen ausgetauscht. Dadurch ist es möglich, Zahnfehlstellungen von einfachen bis schweren Graden zu korrigieren.

Die Methode hat viele Vorteile: Durch das Anbringen auf der Innenseite der Zähne ist die Lingualspange nicht zu sehen. Gleichzeitig wird das Kariesrisiko erheblich minimiert, wie aktuelle Studien belegen. Das Alter der Patienten spielt bei der Behandlung keine Rolle. So ist es beispielsweise auch möglich, durch diese Art der Technik Zahnfehlstellungen älterer Patienten zu behandeln.

Lingual- und Multibandtechnik: Der Vergleich

Der Fortschritt der Behandlung ist bei beiden Varianten nahezu gleich und effizient. Der bedeutende Unterschied liegt in der Ästhetik und der Tragedauer. Herkömmliche feste Zahnspangen, die an der Außenseite der Zähne angebracht werden, sind «wartungsfreundlicher». Lingualtechnik ist mit einem höheren Aufwand verbunden. Die Herstellung im Labor nimmt erheblich Zeit in Anspruch, ebenso wie der regelmäßige Austausch der Bögen während der Behandlung. Dafür kann der Patient aber den Fortschritt bzw. die Bewegung seiner Zähne sehr gut beobachten.

Unabhängig von der Technik, stellen Brackets einen Fremdkörper im Mund dar. Eine sorgfältige Mundhygiene und Zahnreinigung ist aus diesen Gründen sehr wichtig.

Die Ursprünge der «unsichtbaren» Spange

Entwickelt wurde die Lingualtechnik in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in den Vereinigten Staaten von Amerika. Das Prinzip war ähnlich: Eine feste Zahnspange wurde auf der Zahninnenseite versteckt angebracht. Technik und Ausbildung steckten allerdings damals noch in den Kinderschuhen und waren noch lange nicht so gut ausgereift wie heute. Besonders die exakte Positionierung der Brackets galt als schwierig und problematisch.

Die Folge waren immense Behandlungsfehler, die aufwendig und mühsam von der Außenseite der Zähne korrigiert werden mussten. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich die Lingualtechnik jedoch erheblich weiter entwickelt. Neue Verfahrenstechniken, Materialien und auch die Art der Behandlung sieht heutzutage anders aus. Die Schwierigkeit der älteren Apparaturen wurde nahezu gelöst und beseitigt.

Was erwartet mich?

Wenn Sie sich für das Tragen einer versteckten Spange entschieden haben, findet in unseren Räumen zuerst eine intensive Beratung dazu statt. Unser Fachteam findet dabei heraus, ob Lingualtechnik zur Behebung Ihrer Zahnfehlstellung geeignet ist. Ist das der Fall, werden im Anschluss diagnostische Schritte eingeleitet. Dazu wird ein digitaler Abdruck Ihres Kiefers und bildgebende Verfahren vorgenommen. Auch die klinische Untersuchung der Mundhöhle ist maßgeblich in diesem Prozess.

Anhand dieser gesammelten Werte ist es uns möglich, ein individuelles Behandlungskonzept für Sie zu erstellen und genau auf Ihre Bedürfnisse anzupassen.

Mittels der berechneten Daten werden speziell für Ihre Zähne individuell abgeflachte, feine Brackets gefertigt und nach einer ausgiebigen Präparation des Mundraums auf die Zahninnenseite geklebt.

Ausschlaggebend für den Erfolg und die Korrektur der Zahnfehlstellung ist ein elastischer Bogen, der in die Slots der Brackets eingespannt wird. Der hochwertige Bogen aus Draht wird mittels eines Biegeroboters geboten. Während der mehrmonatigen Behandlungsdauer werden regelmäßig neue Bögen in verschiedenen Größen eingebunden.

Die Gewöhnung an die feste Zahnspange ist unterschiedlich. In vielen Fällen dauert es nur kurze Zeit, ehe sich Mundschleimhaut und Zunge an den Fremdkörper angepasst haben. Auch mit der Aussprache klappt es bei vielen Patienten nach einer knappen Eingewöhnungsphase wieder problemlos.

Wie geht es weiter?

Die Zahnspangenbehandlung besteht aus zwei Phasen. In der ersten Phase bewegen sich die Zähne aktiv an ihren vorgesehenen Platz. Im Anschluss erfolgt die Retentionsphase. Während der Behandlung werden die Zähne stabilisiert, damit sie nach dem Entfernen der unsichtbaren Zahnspange in ihrer Position verbleiben. Dafür wird die Zahnspange durch einen sogenannten Retainer ersetzt, welcher verhindert, dass sich die Zahnreihen verschieben können.

Regelmäßige Kontrollen zur Überwachung und Beobachtung des Fortschritts der Zahnfehlstellungen-Korrektur sind für eine erfolgreiche Behandlung relevant. Bei Bedarf passen unsere Kieferorthopäden den elastischen Bogen der Zahnspange an oder leiten, nach Absprache mit Ihnen, weitere Maßnahmen ein.

Haben Sie Fragen?

Wenn Sie sich für Lingualtechnik interessieren und noch Fragen dazu haben, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. Unser Team steht Ihnen gerne für weitere Informationen und zur Beratung zur Verfügung und hilft Ihnen weiter.

Dr. med. dent. Barbara Scheiner

Dr. med. dent. Barbara Scheiner, Fachzahnärztin für Kieferorthopädie (CH) hat ihre Promotion im Jahr 2013 erfolgreich in Zürich absolviert. Sie hat sich damit ihren langjährigen Traum erfüllt. Durch die universitäre Fachzahnarztausbildung ebenfalls in Zürich spezialisierte sie sich als Kieferorthopädin und ist seit  2017 nach erfolgreich bestandener Prüfung als “Fachzahnärztin für Kieferorthopädie Schweiz” zertifiziert. 

Seit dem Jahr 2018 ist sie Inhaberin der Praxis We Love Smiles Kieferorthopädie Zürich AG. Ihr Wissen wendet sie in ihrer Schweizer Praxis erfolgreich und mit großer Hingabe an. Ihr Fachgebiet sind Zahnstellungskorrekturen bei  Kindern und Erwachsenen. 

Kundenzufriedenheit und Professionalität stehen dabei immer an erster Stelle. Sie geht dabei äußerst behutsam und schonend vor, sodass sich auch die kleinsten Patienten wohl bei ihr fühlen.